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DIENER ZWEIER HERREN nach Carlo Goldoni

"Jetzt schlägt's dreizehn! - So viele suchen nach einem Job - und ich hab gleich zwei!"
  • 27. Nov. 2021 / Samstag 20:00 Uhr
Premiere
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in Kooperation mit der Shakespeare Company Coelln

"Jetzt schlägt's dreizehn! - So viele suchen nach einem Job - und ich hab gleich zwei!"

Carlo Goldonis Komödie Diener zweier Herren  - obwohl über 250 Jahr alt - hat heute in Zeiten des angespannten Arbeitsmarktes nichts von ihrer Brisanz verloren.

Il Servitore di due Padroni wurde 1747 in Mailand als Stehgreifkomödie im Theaterstil seiner Zeit uraufgeführt und erst in Folge der Aufführungen von Carlo Goldoni niedergeschrieben. Der Dichter hat damit der zu Ende gehenden Tradition der Commedia dell'arte mit ihren Improvisationen in festen Szenarien und genau fixierten Charakteren ein letztes geniales Ende gesetzt.

Im Mittelpunkt der Komödie steht Truffaldino, ein Straßenjunge, der es satt hat immer nur anderen zu dienen. Er träumt von einer besseren Zukunft, stellt sich dann aber selbst die Frage: "Ja was denn? - Ich hab' ja nichts gelernt ...“

Fehlende Ausbildung und sein Analphabetentum, seine Unfähigkeit, sich richtig auszudrücken, seine Sprachlosigkeit lassen ihn immer wieder in fast aussichtslose Situationen geraten, aus denen ihn nur sein Charme und sein Witz heraushelfen. Truffaldinos lazzi, seine Ein-  aber auch Ausfälle, mit denen er seinen beiden Herren - aber auch dem Publikum - begegnet, lassen sich als Dilemma des Menschen deuten, der ein bisschen Schicksal spielen will, selbst aber dann in die vertrackte Maschinerie dieses Schicksals gerät.

Als Lohn für seinen Kampf ums Überleben schwenkt ihm die Vorsehung - bzw. der Dichter Goldoni - zum Happy End seine geliebte Smeraldina.

Die Bearbeitung des Originaltextes durch Regisseur Hans-Peter Speicher löst die Komödie aus der alten Tradition des Maskenspiels und macht so ihren zeitlosen Wert deutlich. Auf der Simultanbühne eines Hotels gehen literarische Vorlagen und in Szene gesetzte Reflexionen in einer turbulenten Komödie über die Bretter, die die Welt bedeuten.